Die Schriftstellerin Rama wohnt einer Gerichtsverhandlung bei, in der einer jungen Frau vorgeworfen wird, ihr Kind ermordet zu haben. Sie selbst recherchiert für ihr neues Buch, in dem sie den Medea-Mythos neuerzählen will. Der Film verfolgt diesen Prozess und deckt nach und nach die Hintergründe des Kindsmords auf. Dabei verfolgen wir Rama, die sich in dem Schicksal der angeklagten Coly selbst wiederzufinden scheint.
Alice Diop, eine französische Dokumentarfilmerin, legt mit Saint Omer ihren ersten Spielfilm vor. Dabei untersucht sie Themen wie Rassismus, Isolation und Mutterschaft in einem ruhigen und emotional intensiven Film.